utopia – 48: ein tropfen auf den warmen arm

[Dieser Beitrag gehört zum Roman „Utopia“. Der Roman erscheint im Blog in loser Reihenfolge. Der Beginn findet sich hier.]

Noë legt sich wieder auf ihre Matratze, schliesst die Augen und versucht ganz fest aufzuwachen. Sie denkt an das Regengedicht und versucht Regen zu fühlen und ihren Körper in das Gefühl des Fühlens zu versetzen. Sie versucht sich ganz zu konzentrieren auf ihre Gefühle, auf ihren Körper.

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utopia – 47: die grossmutter aus der dose

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„ Grossmutter? Du warst nie bei den Bunkern?
„ Nein, Tam. Ich war nie selber dort.
„ Was, wenn Noë aufwacht? Wird sie sich zurechtfinden? Findet sie raus?

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utopia – 46: regenbogentanz

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Noë schlägt die Augen auf. Zu ihrem Erstaunen liegt sie nicht in ihrem Bett. Nicht in der Wohnung, nicht in ihrem Zimmer. Sie liegt einfach irgendwo, mitten im Flur. Sie reibt sich die Augen. Probeweise legt sie die Hand an die Schläfe und versucht sich in ihr Zimmer zu zwinkern, aber es gelingt ihr nicht.

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utopia – 45: das runde und das eckige

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blaue, feine, rote, runde. gelbe, kleine, weisse grosse. grüne, grüne, rote, blaue, weisse, gelbe, grüne, braune. wiesenmeer, blütenbad. sehe keinen horizont. um mich nur, blumenmeer, kunterbunt, farbenpracht. ohne zeit, ohne tat, ohne rat, immer rund. lache in den himmel, der über mir schwebt.

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utopia – 44: und oder oder?

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„ Nach dem Zusammenbruch der Einzellungsgesellschaft habe ich neuen Mut geschöpft. Wir hatten jetzt mehr Freiheiten. Die Bunker wurden nicht mehr überwacht. Und das System nicht mehr. Ich konnte mich ungestört in VR einhacken und ich habe für Noë eine neue Realität kreiert, in der ich ihr mehr und mehr von der Wirklichkeit erzählen konnte.

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utopia – 43: die zeit, in der das wünschen wieder hilft

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wünsch dir was. wünsch dir was. ich wünsch dir was. ich wünsch mir was. was wünsch ich mir.
gut über böse? gelenktes schicksal? ewigkeit? vergebung? gleichberechtigung? gerechtigkeit? friede? freundschaft? liebe? dass die sonne sich um uns dreht?
wünsch dir was. wünsch dir was. wünsch dir was.

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utopia – 42: wenn ein stern aufgeht

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„ Grossmutter? Wie hast du von ihrem Tod erfahren? Warum wusstest du, das Noë nicht tot ist?
„ Es war ganz schwierig… Die Regierungen steckten ja auch mit drin und darum gab es offiziell keine Informationen dazu. Man konnte nicht gegen die Einzellungsgesellschaft vorgehen. Und man konnte auch nicht offen recherchieren. Damit machte man sich sofort verdächtig. Und die Regierungen waren sehr auf der Hut.

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utopia – 41: das astloch der zeit

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wie lange schon, wie lange liege ich hier. starre an den immer gleichen punkt. die zeit scheint still gestanden. wie lange schon. und du? in stein gemeisselt, in holz gewachsen. vor langer zeit. astloch in der decke. gehst nie weg. und trotzdem frage ich mich, warst du schon immer da? habe ich schon einmal über dich nachgedacht? und mit was für einem ergebnis? meine gedanken kreisen, kreisen um immer dieselben fragen. kreisen immer wieder um dich. und darum, wie lange ich hier schon liege. wie lange ich schon über dich nachdenke. und über mich.

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utopia — 40: elemente duellieren sich

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wellenartige geräusche, rollen an, werden immer stärker, reissend, und reissen dann ab. stille. dann rollen wie wieder heran. manchmal knallt es oder es rattert, wenn etwas mit dem wind mitgerissen, sich über den boden bewegt oder der hauswand entlang. knistern, wenn die blätter der bäume aneinander reiben.

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